Pressemitteilung
Magdeburg, 27. Januar 2016

 

Die Piratenpartei Sachsen-Anhalt wird nicht an der Landtagswahl 2016 teilnehmen, da es uns nicht gelang, genügend Unterschriften zu sammeln. Dies lag nicht an mangelndem Engagement, sondern zum Teil daran, dass viele Menschen, die man auf der Straße anspricht, lieber scheinbare Lösungen für komplexe Probleme hören wollen. Die PIRATEN hingegen setzen lieber auf Ehrlichkeit und langfristige Lösungen, auch wenn das unangenehm sein mag.
Wir sehen mit Sorge, dass der Rechtsruck auch in Sachsen-Anhalt besonders deutlich zu werden verspricht, wenn selbst Parteien, die sich „demokratisch“ nennen, rechtspopulistisches oder faschistoides Gedankengut unreflektiert übernehmen und ihnen, offensichtlich, nur der „Stimmenfang“ wichtig ist. Wir sorgen uns um die Menschen, die aus Krisengebieten zu uns geflohen sind, um Andersdenkende und um die gesamte politische Kultur. 
Wir werden die Parteien unterstützen, die sich einem demokratischen und humanistischen Menschenbild verpflichtet sehen und die sich bei ihrer Suche nach Lösungen nicht gegen Hilfs- und Schutzbedürftige wenden. 
Unser Land braucht ein breites Bündnis demokratischer Parteien, welches für eine humane Gesellschaft für alle eintritt, und hier sind die PIRATEN Sachsen-Anhalt dabei! 
Wir danken allen, die geholfen und uns unterstützt haben!
  1. Tobias Stephan

    Parteien sind ja nie etwas Schuld. Wenn überhaupt der Wähler – diesem zu attestieren, er mache alles falsch, ist der optimale Weg keine Zustimmung zu erhalten. Rechtspopulistische undemokratische Parteien wie die AfD erhalten auch deshalb soviel Zuspruch, weil der Umgang mit dem Flüchtlingsthema z.B. bei Piraten absolut ultralinks und polarisierend gepflegt wird. Das gilt jedoch nicht nur für Piraten. Auch das war ein Grund für meinen Austritt.

  2. Könnte davon kommen, wenn man den gleichen Quatsch erzählen, wie grüne und linke

  3. zarathustra

    moin
    wieder mal zeitlimit überschritten

  4. Brausetrinker aus Nordkorea

    Den zweiten und dritten Abschnitt hätte man weglassen können. Wenn wer den Ruf ruiniert hat, dann diese Selbstdarsteller der linksextremen Sekte innerhalb der Partei.

  5. zarathustra

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    mensch darf sich nicht mal zeit nehmen, den piraten zu helfen.

    • Captchas scheinen nach Update wieder zu funktionieren.
      Kannst loslegen Zarathustra. Deine Kommentare fand ich immer sehr interessant.

  6. von TENSOR

    „Dies lag nicht an mangelndem Engagement, sondern zum Teil daran, dass
    viele Menschen, die man auf der Straße anspricht, lieber scheinbare
    Lösungen für komplexe Probleme hören wollen.“
    Dieser These würde ich prinzipiell erst mal zustimmen. Ich würde sie
    sogar noch vertiefen. Es gibt nämlich nicht nur diesen Rechtsruck in
    Deutschland. Daneben gibt es auch eine deutliche Gegenbewegung zum
    Rechtsruck. Die Flüchtlingsfrage SPALTET die Gesellschaft gnadenlos. Wer
    sich in dieser Frage nicht VERSTÄNDLICH positioniert, hat verloren.

    „Könnte davon kommen, wenn man den gleichen Quatsch erzählen, wie grüne
    und linke“, sagt die eine Stimme
    „Grüne und Linke treten an …“, sagt die andere. Die Einordnung nach
    LINKS und RECHTS überlasse ich jedem selbst. Aber wollten die Piraten
    dieses allzu einfache System politischer Positionierung nicht über Bord
    werfen? Offensichtlich funktioniert es aber noch; dem einen sind die
    Piraten zu links, dem anderen zu rechts. Nein – es war diesmal alles
    andere als einfach, UUs auf der STRASSE einzusammeln. Ich hatte zuweilen
    den Eindruck, die Marke der Piraten ist verbrannt. Das belegt auch die
    recht hohe Quote von über 20% ungültiger UUs.

    Der eingangs zitierten These habe ich aber nur PRINZIPIELL zugestimmt.
    Beim genauen Lesen entlarvt sich die These hinsichtlich ihrer
    Unvollständigkeit selbst. Da steht was von „zum Teil“ und der folgende
    Text bleibt die anderen Teile schuldig.

    Es lag nicht am mangelnden Engagement? Das würde ich doch sehr stark
    differenzieren. Hut ab vor den Leuten, die auf der Straße unterwegs
    waren, insbesondere vor den Helfern aus den anderen Bundesländern, die
    ihre Zeit für unseren LV investiert haben.
    Aber mal ganz ehrlich: Wenn man mal hier
    http://www.magdeburger-gartenpartei.de/ schaut, findet man eine Partei,
    die lt. Aussagen gut informierter Kreise schon im Oktober 2015 nicht
    1000 sondern satte 2000 UUs beisammen hatte. Haben die geschummelt,
    gezaubert, UUs gekauft (so weit waren wir am Ende beinahe…)? Nein –
    die haben nur jedem Mitglied gesagt, er/sie soll unter seinen
    Verwandten/Bekannten ein paar Unterschriften sammeln. Ich weiß jetzt
    nicht genau, wie viele Mitglieder die MG hat; man sagt, auch so um die
    300, macht dann 3 bis 4 UUs pro Nase -> fertsch. Die Kernfrage ist nun:
    WARUM haben das die Piraten nicht hingekriegt? Es ging u.a. ein
    Schreiben des Genseks an die Mitglieder ‚raus, beim Sammeln im
    Bekanntenkreis zu helfen. Das Echo war sehr bescheiden. Ist die Basis
    jetzt komplett tot? Da könnte was ‚dran sein – andererseits: Es gab
    einige (Basis-)Piraten, die ÖFFENTLICH (Mumble ist öffentlich, auf der
    gestrigen GV der Region Halle waren Gäste zugelassen –> also auch
    öffentlich) erklärt haben, keine UU sammeln zu wollen, weil sie entweder
    mit den auf der AV in Stendal gewählten Kandidaten oder der Arbeit des
    LaVos nicht zufrieden seien. Näheres dazu findet sich u.a. in dem
    Protokoll der genannten GV. Nun sind sowohl die Kandidaten als auch der
    aktuelle LaVo aus einer demokratischen Abstimmung hervorgegangen. Mir
    stellt sich daher spontan die Frage, ob… na ja – lasst uns einfach
    gemeinsam darüber diskutieren.

    • zum Text von TENSOR

      fast richtig geraten. Wir hatten als Magdeburger Gartenpartei schon 2015 über 1500 Unterschriften für die Landesliste und 4 Direktkandidaten. Wir haben hauptsächlich bei den Bürgern Sachsen-Anhalts gesammelt, weniger unter den Gärtnern wie vermutet. Unser Programm ist das, was der Bürger möchte und wir sagen was er denkt. Auf der Meile der Demokratie habe ich mit Holger Dragon (wird Euch sicher bekannt sein) gesprochen. Er hat es schon am 16.01.2016 vorausgesagt, dass die 1000 Uu nicht zusammenkommen, aber gesagt: die Hoffnung stirbt zuletzt.
      Schade, dass die πraten, FW oder MG es schwer haben, gegen die etablieren anzukommen.
      Wir sehen uns wieder und wir können auch miteinander reden.
      Wir stehen für eine natürliche Lebensweise, unbelastete Nahrungsmittel, Bürgernähe usw.
      Schaut Euch unser Wahlprogramm an… LESEN HILFT

      Beste dunkelgrüne Kampfesgrrüße

      Harald

      • Hallo Harald,

        danke für deine aufschlussreiche Antwort, auch wenn sie mich nur in (eher geringen) Teilen bestätigt. Da ich auf eurer Website war, hab`ich natürlich in euer Programm geschaut. Es ist schon deshalb schick, weil es eben von Bürgern, nicht von – mit Verlaub – Bonzen gemacht ist. Schnittmengen zu den Piraten gibt es einige; ich selbst bin z.B. ein großer Fan der Stärkung regionaler Wirtschaftsräume.

        Na ja – bei den Infoständen zum Sammeln haben wir nur selten das sagen können, was „der Bürger denkt“. Es wäre schlicht gegen unsere eigenen Überzeugungen gewesen – und wir wurden als Partei sehr häufig, sehr konkret nach der Flüchtlingsproblematik gefragt. Wenn bei euch der Spruch „ach – lasst uns lieber über natürliche Lebensweise reden“ noch funktioniert hat; das Umlenken auf unserere Kernthemen (Internet, Datenschutz usw.) hat nur selten geklappt. Wir sind schon etwas länger am Start als ihr – da wollte der Bürger Antworten. Und nicht wenige Bürger haben mittlerweile ihre vorgefasste, negative Meinung zu den Piraten, wofür die Piraten in der Vergangenheit z.T. selbst gesorgt haben.
        Um die Dinge zu ändern, muss man sie zunächst in den Fakten realisieren. Dazu gibt es ein paar Ansätze innerhalb unserer Partei. Mal sehn‘.

        • Danke für Deine Antwort.
          Das ist eben das Thema – Schnittmengen –
          hat man wohl zu fast jeder Partei.
          Man sollte aber sein eigenes Profil behalten. Kleinere Koalitionspartner leiden meist unter der Politik ihrer „großen Schwestern“.
          Mal sehen wie die Wahl ausgeht.
          Ich sage immer, es ist eine Gleichung mit min 5 Unbekannten.
          Ob es eine regierungsfähige Koalition geben wird sei auch dahin gestellt.
          Ich wäre in diesem Fall für das KO-System (wird aber nicht verraten) sollen ihre Rüben selbst anstrengen.

          Beste Grüße Harald

  7. Ihr wollten 2011 mal anders sein. Ihr seid inzwischen ein Abklatsch von grünlinks geworden mit gleichem wording und gleichen Parolen. Dass man mit den nur noch wenigen verbliebenen Mitgliedern keine 1000 UU zusammenbekommt ist zwar schade. Aber es erspart euch und uns das erste Wahlergebnis für Piraten unter 1% in einem Flächenland. Ist vielleicht besser so.

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